Shantychrist, das neue Album der Kiesgroup

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Kiesgroup - Shantychrist


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Kiesgroup haben ihre Verwandtschaft ausgeladen. Man könnte auch gerettet sagen. Das Publikum bilden nur wir Ahnungslosen. Wie Vorturner zeigen sie uns eine Welt, die böse und menschenfeindlich ist. Sie biegen sich, tänzeln oder schmeißen mit Barhockern. Die Menschen, die in dieser Welt noch leben müssen, sind ihnen auch nicht gerade freundlich gesinnt. Doch wohin? Ein Teufelskreis. Den Düsseldorfern geht es um Bindungen, um eine Zukunft mit blauen Augen und angekratzten Oberflächen. Der Wunsch nach einem Paradies bleibt ein Wunsch. Reisekataloge dienen nur zum Feuern. Es ist kalt geworden draußen. Jede Jobsuche wird zur Tortur, jede erhoffte Liebe zerstört der Alltag oder die eigene Unzulänglichkeit.

Die Mittel des Kampfes sind vielfältig und die Produktion ist mit allen Wassern gewaschen. Ob das Wasser da schon längst umgekippt ist, stört dann auch nicht mehr weiter. Bertold Brecht sitzt gerne mal im Baumhaus und schießt mit Papierkugeln auf alles, was sich bewegt. Wer nicht flüchtet, ist selber schuld. Kiesgroup bedienen sich einfach. Schlangestehen geht nicht mehr. Popmusik hat so viel zu bieten, auch wenn es nur eine Kohlsuppe ist, die nicht zur Diät, sondern aus Kostengründen gereicht wird. Da wird der Löffel brüderlich geteilt, ohne Ablecken. Natürlich wird sie genüsslich gelöffelt. Mit genügend Salz mundet sie sogar.

Maximilian Stamm, Andreas Hubert van der Wingen, Stefan Jürke und Tom Vermaaten suchen eine neue Heimat, die nicht nur die stets präsente Nische sein soll. Da ist ein Ausritt in den Punk unvermeidlich. Doch auch der dort herrschende Dilettantismus ist nicht mehr das, was er mal war und die Lederjacke müffelt schon irgendwie. Schubidu machst du!

Jeder Fluchtplan wird nur angerissen. Gleich im nächsten Moment wird er auf den Müll geworfen. Dort liegen schon die Vergessenen, Verpeilten und Geschundenen. Gibt es denn noch Wünsche? Träume? Schäume? Kiesgroup betteln nicht, sie stellen Forderungen! Die Popreferenzhölle brennt lichterloh. Andreas Hubert van der Wingen steckt bis über beide Ohren im Sumpf. Er textet sich um Kopf und Kragen und lässt dich mit der Nase rümpfen, stolpern und weinen. Mehr kann man von deutscher Popmusik heute nicht mehr verlangen und die Stefanie ist immer noch gelb im Gesicht, doch jede Medizin scheint hoffnungslos sowie überteuert.

Der Zug ist abgefahren. Stamm und Jürke unterlegen van der Wingens Großtaten mit zauberhaften Klängen. Mitunter plockert es an den Rändern oder es knüppelt dir eine Hardcore-Hommage die Birne weich, um dir im übernächsten Moment wieder Honig um den Mund zu schmieren. Federleicht klappen diese Quantensprünge und van der Wingen hockt im Schneidersitz zwischen den Stühlen.

Der „Shantychrist“ hält die Arme auf. Du musst dich nur umarmen lassen. Er trägt das Haar offen. Bei der zaghaften Umarmung kitzelt dich sein Vollbart. Die Straßen sind wie leergefegt, genau wie die Praxis von Dr. von Sellnow. Alle sind längst geflohen, nur Kiesgroup schlendern noch über steinigen Untergrund. Sie suchen nach Überlebenden, denn wer jetzt noch hier ist, kann nur ein Zombie sein und muss eliminiert werden. Die Gewehre werden nachgeladen. Es gibt nur noch 14 Kugeln und das Zielwasser ist schon aus. Da wird es wohl zum Faustkampf kommen müssen. Bei den Buchmachern stehen Kiesgroup ganz oben auf dem Zettel. Da fallen die ersten Schüsse...

MP3

Geh nicht ins Licht
vom Album "Das Leben als Umweg zwischen Nichts und Nichts"

Dieter & Jane
von der CD "Gladbach oder Hastings"

Und eins
von der EP "Und überhaupt"

Friends of Mine
von der CD "Dativ Boys"

Here comes the Song
von der CD "Dativ Boys"

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Tumbleweed Records

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